Dienstag, 14. Oktober 2008

Homecoming und Abschied

Es wird Zeit, noch ein paar Geheimnisse des anderen Kontinents zu enthüllen. Homecoming ist eine typisch amerikanische Tradition an allen Schulen. Nach einer Woche unterschiedlicher Veranstaltungen gibt es eine Parade zur Begrüßung Ehemaliger. Es könnte also als eine Art Klassentreffen bezeichnet werden, welches von den jüngeren für die älteren Schüler vorbereitet wird. In Watertown hieß diese heißgeliebte Woche Ki-Yi-Week.Montag war "ugly sweater" Tag und der Dresscode versprach alte, unmoderne Stricksachen. Am Abend wurde von Schülern für die Öffentlichkeit die "legend", also die Hintergrundgeschichte von Ki-Yi vorgespielt. Zwei einstmals verfeindete Völker begruben das Kriegsbeil und vereinigten sich: Ki und Yi. Auf der Bühne mischten sich symbolisch die Gelben mit den Violetten. Hier sagt man gold und purple und hält diese Farben für das örtliche Footballteam in Ehren. Kein Baby und kein Rentner in Watertown, der nicht mindestens ein Kleidungsstück in gelb-violett besitzt!
Am Dienstag sah es aus wie Fasching, als die Schüler zum "Famest Person Day" in die Rolle einer bekannten Person schlüpften. Mein Lieblingstag war der Mittwoch, "Nerd Day". Manchen Schüler habe ich nicht wiedererkannt, weil er sich in einen perfekten Strebertypen verwandelt hatte: gegelte Haare, zu kurze Hosen, Hosenträger, zerbrochene Brille. Für die Kleidung am Donnerstag in "Class Colors" hatten sich viele Schüler bereits Tage zuvor extra T-Shirts gefärbt oder bedrucken lassen. Nun konnte man erkennen, wer in welche Klassenstufe ging: freshmen/9.Kl.=grün, sophomores/10.Kl.=blau, juniors/11.Kl.=rot und seniors/12.Kl.=schwarz.
Am Abend spielten im Stadion schwarze gegen rote Mädchen Football und die Jungs agierten als Cheerleader. Im Anschluss an das wenig ernste sportliche Ereignis traten Ehemalige in Aktion, z.B. eine Elternband. Höhepunkt war für mich der Auftritt der Schulband. Man stelle sich ca.60 uniformierte Musiker marschierend auf einem Spielfeld vor, dirigiert von 2 Schülern. Im Anschluss gab es ein Feuerwerk und das "burning w". Als Zeichen für die Stärke der "w"atertown-Mannschaft am Freitag wurde der überlebensgroße Buchstabe zum Brennen gebracht.
Am Freitag war der planmäßige Stundenrhythmus außer Kraft gesetzt und die Stunden alle stark verkürzt, damit am Mittag die "pep show" und die "parade" starten konnten.
Da dies mein letzter High School Tag war, bedankte ich mich bei den Kunstlehrern und "meinen" Schülern mit kleinen Geschenken und einem Vortrag über Dresden. Das Interesse war groß und wir nutzten jede Minute, um noch Fragen zu beantworten. Ich war ganz schön traurig, dass ich gerade jetzt Abschied nehmen musste und die Abschiedskarte der Zeichenklasse rührte mich geradezu. Auch die Schüler hätten mich gern das ganze Jahr behalten.Äußerlich waren Lehrer und Schüler heute nicht zu unterscheiden. Alle trugen Gelb-Violett. Mir hatte Jakob ein gelbes Batikshirt geschenkt.
12 Uhr startete in der Sporthalle das "pep fest".Eine Stunde mit Comedy, Spielen und Tänzen gestalteten die Schüler völlig allein. Die gewählten Prinzenpaare kamen zum Schluss auf Quads in die Halle gefahren und wurden gefeiert. Sprechchöre sind eine ganz alltägliche Sache bei Sportveranstaltungen, Watertown hat sogar ein eigenes Lied.Hier habe ich Lokalpatriotismus live erlebt und muss sagen, dass es mich sehr beeindruckt hat. Vor der Parade wurden alle geschmückten und bemalten cars und Anhänger auf dem Parkplatz vor der Schule eingewiesen. Die Lehrer arbeiteten in der Jury (schönstes Auto wählen) oder waren als Fahrer eingeteilt. Schülergruppen, die mit einem Auto teilnehmen wollen, müssen zuvor einen Lehrer als Fahrer werben. Die ausgelassene Stimmung zur Parade dient ansonsten nicht gerade der Verkehrssicherheit. Durch aufgeschnittene Autodächer zählt man viel zu viele Insassen, die durch rhythmisches Springen die Karosse gefährlich zum Wippen bringen.Alles begleitet von schallender Musik aus jedem Gefährt. Die rostigen, oft uralten Fahrzeuge würden in Deutschland nie eine Zulassung erhalten...
14 Uhr startete der Umzug schließlich mit dem perfekten Spiel der beiden Big Bands. Sowohl High als auch Middle School hatten seit über 2 Wochen unermüdlich geprobt. Manchmal habe ich auf meinem Weg zur Schule früh mit dem Fahrrad am Sportplatz ein Stopp eingelegt, um den enthusiastischen Musikern beim Marschieren und Schritte zählen zuzusehen. Ohne Murren erschienen sie tagelang eine Stunde vor Unterrichtsbeginn zum Proben in der Kälte. Nun liefen sie in ihren strahlenden Uniformen (natürlich gelb-violett)an mir vorbei. Die gesamte Stadt war auf den Beinen um mitzufeiern. Die 1958er Abschlussklasse bat mich um ein Foto.Sie hatten vor 50 Jahren die High School beendet und sogar ihr norwegischer Austauschschüler von damals war gekommen. In der Stadt traf ich viel bekannte Gesichter und wurde stets Eltern, Kindern und Geschwistern vorgestellt.Das gab mir das Gefühl, hier aufgenommen worden zu sein und in gewisser Weise dazuzugehören.Ich war nicht als Tourist hergekommen, sondern als Kollege. Manchen Lehrer habe ich nur beim Mittagessen getroffen, über deutsches Essen,Erziehungsansichten,Football und die Schulpolitik geschwatzt. Der eine schenkte mir seinen Eisshake (ja, sowas gibts zum Mittag in der Schulspeisung), die andere meinte, mein deutsches Rotkraut würde so verdammt gut riechen. So war mein Abschiedsgeschenk für diese Runde eine Schüssel handgeschnittenes Rotkraut zum Kosten,dazu das Rezept in Englisch.
Am Abend erhielt ich beim großen Footballmatch von Rich eine Einweisung in die wichtigsten Regeln. Unsere Arrows (Pfeile) mussten gegen die Tiger kämpfen. Erst in der Verlängerung gewannen wir knapp und die Stimmung war euphorisch.
Rückblickend kann ich feststellen, dass alle Befürchtungen, an der fremden Schule oder mit der fremden Sprache nicht zurechtzukommen, überflüssig waren. Ich wurde so herzlich und voller Offenheit aufgenommen, dass ich mich jede Minute wohlfühlte.
In der Presse fand ich einen Artikel, in dem die Süddakotaer als angenehmste Menschen aller US-Staaten bezeichnet wurden. Mein erster Aufenthalt im riesigen Amerika hat mich wohl in den richtigen Staat gelotst.
Ich kann nicht behaupten, Amerika zu kennen. Ich habe nur Süddakota und Minnesota erlebt und dort die Freundlichkeit und das Interesse der Menschen gespürt.
Mitnehmen würde ich: die Gelassenheit, die Freude am Tun,etwas Patriotismus, die Hilfsbereitschaft, die Offenheit,die Verkaufskultur, die musische und sportliche Ausbildung an der High School,die Benzinpreise, den Respekt der Schüler, Automatik-Autos, Cookies und den genialen 4 -Way-Stop (Kreuzung mit 4 Stoppschildern/wer zuerst kommt, fährt zuerst).
Dalassen würde ich: fettfreie Milch und Joghurt, Aircondition,die kurze Babypause (nur 6 Wochen), Bewegungsarmut, Gewaltfilme im Vorabend-TV und Telefone im Klassenzimmer. Bestimmt habe ich nicht an alles gedacht. Wie das beim Packen so ist, irgendwas vergisst man immer.
Zeitgleich zu diesem letzten Bericht über meine Reise werde ich noch ein Fotoalbum in die Galerie laden: "Schlussakkorde".
Aber keine Angst, mit dem Blog ist noch lange nicht Schluss. Vor Weihnachten gibt es sicher Fotos aus Venezuela.Gemeinsam mit meinem Liebsten fahre ich zu deutschen Freunden, die im "Land des Kommunismus des 21. Jahrhunderts" arbeiten.
Was man dort "mitnehmen" oder "dalassen" würde, fragt sich voller Neugier
Kerstin

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Rundreise Minnesota

Obwohl dieser Reisebericht unsere letzten Erlebnisse in Amerika reflektiert, schreibe ich dies zuerst, weil es mir am leichtesten fällt. Die Eindrücke aus der letzten Woche an der High School habe ich noch nicht alle verarbeiten und ordnen können. Sie sind so zahlreich, dass ich dafür noch ein wenig Zeit benötigen werde.

Samstag, 27. September: Der Tag begann schweigsam und traurig. Nach 8 Wochen fiel es uns schwer, in Sioux Falls von Rich und Jakob Abschied zu nehmen. Kay sagten wir bereits am Tag zuvor Goodbye, da sie übers Wochenende verreiste. Rich brachte uns zur Autovermietung am Flughafen und war mir eine große Hilfe beim Abschluss einer sinnvollen Unfallversicherung. Schließlich mieteten wir noch ein GPS zur besseren Orientierung. Da ich mich erstmal mit unserem Gefährt, einem nagelneuen Mazda 6, vertraut machen musste, hatte ich wenigstens eine kleine Ablenkung. 4-5 Stunden Fahrt lagen vor uns. Ziel Minneapolis. Die Highways waren oft wie leergefegt, Lotti programmierte das GPS und lotste mich in den Nachbarstaat Minnesota. Das Gerät funktionierte leidlich, aber der Bildschirm klappte ständig herunter, so dass wir nix sehen konnten. Bis zur Metropole konnte ich das neue Fahrgefühl genießen. Wer meinen 18-jährigen Ford kannte, weiß, welche Art Autos ich normalerweise benutze...
Das Auffahren und Spurenwechseln in Downtown Minnesota brachte mich nah an den Herzstillstand. Ein Gewirr der Interstate (Autobahn), oft vierspurig, ließ mich jegliche Orientierung verlieren. Aber wozu hat man Kinder? Lotti lotste mich siegessicher zu unserer ersten Bleibe, die sich als nobles Hotel mit Fitnessstudio entpuppte. Rich hatte für mich im Internet Restpostenzimmer gesucht. Dabei bekommt man mit etwas Glück dann eine 250-Dollar-Suite für 50 Dollar, mit Flachbild-TV, Kaffemaschine, Mikrowelle und Popcorn. Alle unsere Unterkünfte waren top, deshalb kann ich die Hotelsuche über www.priceline.com nur weiterempfehlen. Eine 35 €-Übernachtung für 2 Personen mit Frühstück hätte ich nicht einmal im billigsten Motel bekommen.
Am Abend fuhren wir mit einer Art S-Bahn mitten in die City. Zwischen Wolkenkratzern, Lichtreklame, Türstehern und Cocktailkleidern pulsierte der Samstagabend in der Hauptstadt. Das war das völlige Gegenteil nach der Ruhe der weiten Prärie. Wie in einem schlechten Film passierte dann vor unseren Augen noch ein Auffahrunfall mit Verletztem. Polizei, Krankenwagen, Feuerwehr und schrille Sirenen waren der letzte Eindruck, bevor wir in die Bahn stiegen.

Sonntag, 28.September: Mit dem Auto fuhren wir zur MOA, der Mall of America. Dies ist das weltgrößte Einkaufszentrum mit Vergnügungspark im Inneren. Alles überdacht! Lotti ließ mir eine Einweisung zur besseren Orientierung angedeihen, da sie hier bereits einmal mit Freunden war. Ich weiß nicht mehr, wie viele Stunden laufen-kaufen-schauen am Abend hinter uns lagen. Jedenfalls entschieden wir uns, das Fitnessstudio des Hotels zu nutzen und anschließend mit Popcorn im Bett vor dem TV zu landen. Dabei hatten wir kein schlechtes Gewissen, denn Fernsehen in Amerika war ja stets Sprachunterricht für uns!

Montag, 29.September:Die Reise nach Norden verging schnell und führte uns durch herrlich gefärbte Wälder. Duluth empfing uns mit einem sonnigen Blick auf den Lake Superior. Schnell war klar, dass wir den Skyline Drive entlangfahren mussten. Von dieser Bergstraße aus hatten wir fantastische Aussichten auf die Stadt und den riesigen See. Seine Fläche ist so groß wie mehrere Staaten zusammen. An seinem Ufer fühlt man sich wie am Meer und kann über laaaaaaaaaaaange Brücken sogar in den Nachbarstaat Wisconsin fahren. Das viele im-Auto-sitzen konnten wir am Abend mit einer Stunde Schwimmen im Hotelpool ausgleichen.

Dienstag, 30.September: Das anhaltend schöne Herbstwetter ließ uns alle angepriesenen Sehenswürdigkeiten in der City vergessen und wir starteten zu einer Küstenfahrt. Am Abend hatten wir 140 Meilen zurückgelegt! Ein Leuchtturm, die Hafenstadt Two Harbors, die Wasserfälle im Gooseberrys Falls Park, Duluth bei Nacht, ein Abstecher nach Wisconsin und mehrfache Fahrten über die 3 großen Brücken brachten so viele schöne Eindrücke, dass kein Museumsbesuch das toppen konnte.

Mittwoch, 1.Oktober:Dieser Tag war entschieden ruhiger, denn unser nächstes Ziel, St.Cloud, entpuppte sich als Kleinstadt. Als Besonderheit fielen uns die Fußgänger und Radfahrer auf. Grund dafür ist die Universität in der Stadt, die eine Menge Studenten in die Stadt bringt. Im Riverside Park sah ich endlich mit eigenen Augen den Missisippi, welchen ich seit meiner Kindheitslektüre von „Tom Sawyer“ nur als verklärtes Bild in Erinnerung hatte. Mit der richtigen Blickrichtung konnte man ein romantisches Delta ins Auge fassen. Mitten in der Stadt hatte allerdings die Gegenwart ihre Spuren am Fluss hinterlassen.

Donnerstag, 2. Oktober: Unsere letzte lange Autofahrt führte uns durch Pipestone. Das war mehr dem Umstand geschuldet, dass das GPS seinen eigenen Willen durchsetzen wollte. Aber den Namen Pipestone hatte ich schon mehrfach gehört. Da musste irgendetwas Berühmtes sein. So überredete ich Lotti, dass wir in den Ort fahren. Das Pipestone National Monument war ausgeschildert. Allerdings suchten wir bei „Monument“ zuerst nach etwas Hohem. Nichts zu sehen. Überall flaches Land. Schließlich ließ ich mich im Nationalpark aufklären: das Monument ist ein im Original erhaltenes Stück heiliges Indianerland. Versunken in der kargen Graslandschaft wächst rotes Gestein mit einem Wasserfall aus der Erde. Hier wurde der Pipestone (Pfeifenstein) für die Friedenspfeifen abgebaut, ein weiches Material ähnlich dem Speckstein. Hier mussten die Indianer als Mutprobe über eine Felsschlucht springen, hier beteten sie an einem Felsenkopf ihre Götter an. Lotti wollte die Romantik des Ortes allerdings nicht genießen und stürzte hektisch durchs raschelnde Gras. Tausende Grashüpfer querten unseren Weg. Wenn wir sie fast berührten, flogen sie davon und sahen aus wie Schmetterlinge. Ein Naturschauspiel, das in manchen Sommern verheerende Folgen hatte: kahlgefressene Wiesen und Bäume. Wie eine schwarze Wolke können diese Tiere über das Land einfallen und ein wahres Horrorszenario entfalten. In Watertown hatte ich bereits drei Kinderbücher über die ersten Siedler in der Prärie gelesen. Pipestone war nun ein lebendiges Beispiel dafür. Um Lotti für die ausgestandenen Grasshopper-Ängste zu entschädigen, durfte sie auf dem Highway in Süddakota noch ein letztes Mal hinter das Steuer und Auto fahren. In diesem Staat war ihre Fahrerlaubnis wieder gültig. Es ist der einzige Staat, in dem Kinder ab 14 in Begleitung von Erwachsenen Auto fahren dürfen. So erfüllte ich ihren Wunsch und auf dem leeren Parkplatz vor der Mall in Sioux Falls übten wir bis zur Dämmerung einparken. Am letzten Abend nutzten wir nochmal unseren Hotelpool . Da wir immer die einzigen Gäste im Wasser waren, konnten wir wieder richtig Blödsinn machen und hatten eine vergnügliche Stunde.

Freitag, 3.Oktober: Wir gaben das Auto am Flughafen zurück und wollten einchecken. Eigentlich ahnten wir schon lange, dass unser Gepäck zu schwer sein würde. Aber genau wussten wir es erst, als der lustige Flughafenangestellte meinte: Kein Koffer über 50 pound! So nutzten wir unsere Reservezeit und packten in aller Ruhe um. Von den jeweils 49,9 pound nach dem ersten Versuch war unser Beamter schwer beeindruckt und meinte, dies hätte uns 100 Dollar Ersparnis gebracht! Die gesamten Rückflüge verliefen ruhig und auf dem Flughafen in Chicago hatten wir dieses Mal sogar Zeit zum Bummeln, weil wir nicht auschecken mussten. Im Flieger nach Frankfurt unterhielten wir uns noch mit dem netten Kanadier neben uns und schauten non stop Filme in deutsch, englisch und französisch. An Schlaf war kaum zu denken, dafür war die Vorfreude auf das Wiedersehen mit unseren Lieben viel zu groß. Überpünktlich landeten wir am 4. Oktober 8 Uhr in Dresden. Mein Schatz ist nun nach 9 langen Wochen Wartezeit erlöst und Willi habe ich nach 13 Monaten trotz einiger Veränderungen wiedererkannt. Jetzt gibt es natürlich eine Unmenge zu erzählen!

Sonntag, 5. Oktober 2008

Zurück

Gestern sind wir ohne Probleme wieder in Dresden gelandet und fühlen uns noch etwas fremd. Das merke ich zum Beispiel bei der Tastatur meines Computers. Ich hatte mich gerade an die fehlenden Umlaute und die andere Anordnung der Buchstaben gewöhnt. Die Straßen sind so eng und der Verkehr hektisch. Der erste unfreundliche Mensch seit Wochen begegnete uns bei der deutschen Passkontrolle in Frankfurt. In Süddakota hätte man gefragt, wie der Urlaub war, in Deutschland wird man an eine gelbe Linie zurückgeschickt, weil man sich nicht richtig angestellt hat.
Nachdem uns Familienmitglieder und Freunde vom Flughafen abgeholt haben, wartete daheim die erste Überraschung auf uns: eine australische Couchsurferin. So konnten wir gleich am Frühstückstisch wieder englisch reden. Mein großer Sohn gibt die Gastfreundschaft zurück, die er über ein Jahr am anderen Ende der Welt selbst erfahren durfte. Auch wenn die Wohnung nicht so aufgeräumt aussieht und man Badzeiten einführt, finde ich es sehr angenehm, nicht nur in die Welt zu reisen, sondern die Welt auch in die eigenen vier Wände hineinzulassen.
Sollte das einige Leser interessieren, einfach mal unter www.couchsurfing.com nachlesen. Ist ne tolle Sache, denn Leute, die auf diese Art die Welt bereisen, sind meist unkomplizierte und interessante Persönlichkeiten.
Für diese Woche verspreche ich einen neuen Bericht und auf jeden Fall Fotos. Zuvor muss ich aber die 3 GB Bild- und Filmmaterial sichten...
Noch etwas Geduld wünscht euch Kerstin!